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Apokalypse oder rosige Zukunft?

Freitag, 30. Mai, 19 – 22 Uhr


Moderation Patrick Rohr, Journalist/Moderator («Quer», «Arena», SF1)

Von den einen als die bedrohlichste aktuelle Entwicklung für die Menschheit verstanden, betrachten andere Klimaveränderungen und den Wandel der Ökosysteme als natürliche zyklische Phänomene, die kaum grosser Beachtung bedürfen. Die Wenkenhofgespräche möchten diese unterschiedlichen Positionen ausloten und mit Experten mögliche Zukunftsszenarien diskutieren.

Diskussionsteilnehmer
Thomas Bucheli  Redaktionsleiter SF METEO
Andreas Fischlin   Dozent und Klimaforscher
Art Furrer  Hotelier, Bergführer & Vater der Skiakrobatik
Andreas Moser Redaktionsleiter SF Netz Natur
Annemarie Pieper Philosophin
Betty Zucker Management- und Zukunftsforschung und -beratung
    
19.00 Uhr Einführung ins Thema, Betty Zucker, Zukunftsforscherin
19.20 Uhr kurze Pause mit dem Alex HendriksenTrio
19.45 Uhr Podiumsdiskussion
21.15 Uhr Musikalischer Abchluss mit dem mit Alex HendriksenTrio und Apéritif

Führung ProSpecieRara durch die Ausstellung um 18 Uhr

Statement von Betty Zucker: Die Natur «zweiter Ordnung»  
Wir leben in einer Welt mit Mobilität ohne Bewegung, Kontakt ohne Berührung, Sprachen ohne Wörter und Kindern (gezeugt) ohne Sex. In einer Welt der Zuvielfalt: hunderte Jogurtsorten, Organisationen mit Mitarbeitern und Kunden aus mehr als 100 Nationen, virtuellen und spirituellen Realitäten, fake und real Fakes, ernsten Spielen, spins und anderen Viren.
Beobachter gehen davon aus, dass sich das Tempo der Veränderung alle 10 Jahre verdoppelt. Neue Technologien lassen Design und Evolution konvergieren, transformieren Gefahren in Risiken – unsere Grundstimmung ist deshalb Unübersichtlichkeit, Unsicherheit, Angst und Krise – eine neue condition humaine in dieser Natur «zweiter Ordnung».
In diesen Labyrinthen werden die Sackgassen von gestern die Auswege von morgen. Diese Gesellschaft ermöglicht auch Hoffnung und Freiheit. Das ist anstrengend und eine Zumutung, aber wir lernen damit umzugehen – seit mehr als 250 Jahren. Die guten Zeiten sind vorbei. Bessere stehen an.