Moderation Patrick Rohr
Welche Strategie brauchen wir für die Bewältigung unserer Zukunft im Spannungsfeld zwischen Artenvielfalt und Monokultur. Während immer grössere Probleme zur Ernährung und Entwicklung der Menschheit zu bewältigen sind, wird oft gleichzeitig die unberührte Erhaltung der Natur und ihrer Vielfalt gefordert. Themen wie Gentechnologie und Ökologie kommen ebenso zur Sprache wie ökonomische Aspekte, aber auch die Frage, wie soll unsere Umgebung in Zukunft aussehen und was können wir dazu beitragen.
Diskussionsteilnehmer
| Werner Arber | Mikrobiologe und Genetiker |
| Arthur Einsele | Internutrition Zürich, Verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit |
| Florianne Koechlin | Biologin, Blauen-Institut |
| Hansjörg Küster | Pflanzenökologe, Universität Hannover, Institut für Geobotanik |
| 17.00 Uhr | Einführung ins Thema, Hansjörg Küster, Pflanzenökologe |
| 17.20 Uhr | kurze Pause mit dem David Klein Trio |
| 17.45 Uhr | Podiumsdiskussion |
| 19.15 Uhr | Musikalischer Abschluss mit dem David Klein Trio und Apéritif |
Führung ProSpecieRara durch die Ausstellung um 16 Uhr
Statement von Hansjörg Küster: Vielfalt als Überlebensstrategie?
Wenn immer mehr Monokulturen angelegt werden, ist die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten bedroht. Warum ist dies ein drängendes Problem, und wie tritt man ihm entgegen? Von vielen «Unkräutern» und «Schädlingen» gehen nicht nur Nachteile aus, sondern sie haben im Gegenteil sogar einen unmittelbaren Nutzen. Besonders wichtig ist aber festzuhalten, dass eine artenarme Welt eine monotone Welt ist, die wir uns nicht wünschen. Wir freuen uns an der Vielfalt, an bunten Blumen, vielfältigen Tieren. Sie haben Bedeutung für unsere Kultur. Jeder kann sich dafür einsetzen, Biodiversität zu bewahren: auch im eigenen Garten und sogar beim Einkaufen, indem man nicht nur immer das Gleiche kauft, sondern den Anbau von alten Kulturpflanzen unterstützt. Dabei wird klar: Viele kleine Entscheidungen für die Vielfalt sind notwendig, und dahinter steht immer eine kulturelle Absicht. Die Bewahrung der Vielfalt ist ein kulturelles Anliegen. Natur sich selbst zu überlassen, ist nicht immer die richtige Strategie, denn auch der natürliche Wandel kann Vielfalt einschränken, die uns wichtig ist.

